Fegen zum 30.

Strohkranz und das obligatorische
Fegen zum 30. Geburtstag des Junggesellen

Unverheiratet im besten Alter, das heißt Treppe fegen für Singles, die mit 30 Jahren noch immer nicht unter die Haube gekommen sind. Der Brauch stammt aus den 1950iger Jahren, wohl entstanden in Bremen, einer Zeit, in der die Hochzeit noch als Norm galt und Ledige als Abweichler vorgeführt wurden. Sie mussten unter öffentlicher Zurschaustellung erniedrigende, sinnlose Tätigkeiten ausführen. Betroffene sollten auf diese Weise zum Heiraten animiert werden (Kulturanthropologin Kerstin Ehlert hat zu diesem Thema ein informatives Taschenbuch herausgebracht).

Der Strohkranz wird üblicherweise am Vortag des Geburtstages vor der Haustür des Kandidaten angebracht und unter entsprechender Aufmerksamkeit ausgerichtet sowie geschmückt.


Stefan
Frank